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Dynamisierung von Wärmekatastern

DynamiKa - Dynamisierung von Wärmekatastern

EnEff:Wärme - Forschung für energieeffiziente Wärme- und Kältenetze
Eine Hotspot Auswertung des Heizenergiebedarfs für Wohngebäude und die Überlagerung mit Quellen der industriellen Abwärme verdeutlichen Schwerpunkträume und theoretische Deckungsbereiche.

Eine Hotspot Auswertung des Heizenergiebedarfs für Wohngebäude und die Überlagerung mit Quellen der industriellen Abwärme verdeutlichen Schwerpunkträume und theoretische Deckungsbereiche.

© Landkreis Osnabrück 2015

Steckbrief

Werkzeugtyp Planung
Laufzeit April 2016 - Dezember 2017
Kürzel DynamiKa
Schwerpunkte

Projektbeschreibung

Ausgangssituation, Ziele

Wärmekatastern wird als integrales Planungsinstrument eine hohe Bedeutung für die lokale Wärmewende zugesprochen. Bestehende Wärmekataster haben methodischen Schwächen hinsichtlich pauschalisierter und kennwertbasierter Berechnungsansätze sowie der Genauigkeit und Aktualität der ausgewählten Grundlagendaten. Außerdem bieten sie keine Möglichkeit der Anpassung und Fortschreibung sowie der Beantwortung individueller planerischer Fragestellungen. Die im Rahmen der Wärmebedarfsermittlung erzeugten Berichte, Karten und Geodatensätze verlieren somit schnell an Aktualität und haben in der Praxis keine Relevanz für die Fachplanung.

Um zukünftig eine sinnvolle und verwertbare Grundlage für regionale Planungsprozesse zu schaffen, müssen die verschiedenen Planungsschritte dynamisch angelegt werden und sich verändernde Rahmenbedingungen wie Demografie, Klima-/Wetterveränderung, Qualität der baulichen Substanz berücksichtigen. Erst dann sind sie für verschiedenste kommunale Planungszwecke bereichsübergreifend nutzbar. Zudem muss es den späteren Anwendern möglich sein, das entwickelte System fortzuschreiben und es für individuelle Fragestellungen einzusetzen.

Ziel des Projekts ist die Konzeptionierung eines fortschreibbaren, GIS-basierten Planungswerkzeuges, das eine transparente und nachvollziehbare Darstellung des Status quo und der Entwicklung einzelner Siedlungsgebiete erlaubt. Auf diese Weise bietet das dynamisierte Wärmekataster eine Entscheidungsgrundlage für energetische, stadt-, verkehrs- und infrastrukturplanerische Maßnahmen im Kontext der Energie/-Wärmewende. Dabei sollen die Hemmnisse in der Zusammenarbeit der am Planungsprozess beteiligten Akteure (z.B. Stadtplanungsamt und Stadtwerke) abgebaut und der fachliche Austausch untereinander erleichtert werden.

Der Fokus des Vorhabens liegt auf folgenden Fragestellungen:

  1. Was sind die Anforderungen an ein modernes Wärmeplanungsinstrument aus Sicht der Nutzer?
  2. Wie können diese Anforderungen technisch umgesetzt werden?

Die Bearbeitung beider Fragestellungenn soll die Qualität und Praxistauglichkeit zukünftiger Wärmeplanungssysteme verbessern.

Projektpartner

Das Vorhaben wird durch die IZES gGmbH wissenschaftlich begleitet, die zugleich die Koordination des Vorhabens übernimmt. Die technische Umsetzung liegt dagegen im Verantwortungsbereich der IP SYSCON GmbH.

Nächste Schritte, Meilensteine

Im nächsten Schritt analysiert das Projektteam die auf dem Markt befindlichen Wärmekatastersysteme und bewertet sie hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit. Im Fokus stehen dabei neben den grundsätzlichen Nutzungsmöglichkeiten vor allem ihre Anpassungsfähigkeit bei sich verändernden Rahmenbedingungen. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand: Wie lassen sich die Möglichkeiten zum sektorübergreifenden Informationsaustausch verbessern und damit integrale Planungsansätze verwirklichen?

 


Zusätzliche Informationen:

Forschung und Koordination
IZES gGmbH
IT-Partner
IP SYSCON GmbH
  • Eine Aggregation des Heizenergiebedarfs auf Gemeindeebene visualisiert die Verteilung innerhalb des Landkreises Osnabrück und liefert für die lokale Wärmewende wichtige Informationen.