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13. Nov 2015 - Geschäftsmodell Energiewende - 4. EnEff:Stadt Praxisworkshop in Oberhausen

Ausf�hrliche Beschreibung

Die Umstellung von einer zentralen Energieversorgung auf Basis fossiler und nuklearer Energieträger hin zu einer dezentralen, flexiblen und regenerativen Energieversorgung wird zu einer tiefgreifenden Änderung der Energiemärkte führen. Welche Trends der künftigen Ausgestaltung dieser Energiemärkte lassen sich bereits heute erkennen? Welche Risiken bringen diese mit sich – welche Chancen weisen sie auf?

Im Zuge immer komplexer werdender Vorhaben nehmen Modelle und Planungshilfsmittel eine Schlüsselrolle ein. Wie effektiv wirken die verschiedenen Technologien und Komponenten zusammen? Wie wirken sich verändernde Rahmenbedingungen auf das System aus? Die Diskussion während unseres Praxis-Workshops soll neben der Thematisierung dieser Fragen auch dazu dienen die Kluft zwischen verfügbaren, in Forschungsvorhaben entwickelten Planungstools und den in der Praxis tatsächlich verwendeten Hilfsmitteln aufzuzeigen, um daraus praxisorientierte Entwicklungsbedarfe abzuleiten.

Die Debatte wurde in drei Themenblöcken bzw. Diskursen geführt:

  • Diskurs 1: Künftige Energiemärkte – Trends erkennen, Risiken abmildern, Chancen ergreifen
  • Diskurs 2: Geschäftsmodell Energiewende – erfolgreiche Umsetzung auf Quartiersebene
  • Diskurs 3: Energiewende – Quartier - Geschäftsmodell: Wie lassen sich komplexe Projekte handhabbar machen?
Feedback aus Kommunen und Stadtwerken: Facettenreich und lösungsorientiert

Angesichts dieser Themenbreite griffen die Teilnehmer in der Diskussion ganz unterschiedliche Fragen auf. Zum Beispiel das Problem der wechselnden Rahmenbedingungen für die Arbeit der Forscher sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle durch Energieversorger. Es ging um die Notwendigkeit neuer Dienstleistungen und Geschäftsmodelle für Stadtwerke, die ausreichende Unterstützung von Partizipationsprozessen vor Ort - zum Beispiel durch Quartiersmanager und adäquate Zielgruppenansprache - bis hin zur Netzdienlichkeit von Plusenergiegebäuden mit Blick auf effiziente und flexible Quartierskonzepte.

Für eine breite Umsetzung von Effizienzmaßnahmen ist es wichtig, die durch die Forschung in Demoprojekten entwickelten komplexen Lösungen zu standardisieren und zielgruppenspezifisch zu vermitteln. Nur dadurch können neue Märkte entstehen. Andererseits gibt es weiterhin einen großen Bedarf an beratungsbewährten, individuellen Lösungen. Hier eröffnen sich Marktchancen für Stadtwerke, Technologie-Netzwerke und lokale Unternehmen, zum Beispiel im Bereich der Betriebsführung.

Software-basierte Planungshilfsmittel spielen dabei eine wichtige Rolle. Vor allem bei konzeptioneller Arbeit helfen Tools, multivariante Probleme zu lösen bzw. sich einer Lösung anzunähern. Ihr Erfolg und ihre Akzeptanz ist allerdings stark von der verfügbaren Datenbasis, einem positiven Nutzen-Aufwand-Verhältnis, der Flexibilität ihrer Handhabung und ihrer Eignung zur konkreten Planung abhängig.

Zentrale Erfolgsfaktoren sind neben technologisch passenden Lösungen die Innovationstreiber, die Menschen vor Ort und nicht zuletzt der Zeitfaktor. Der Umsetzung von Quartierskonzepten sollte ausreichend Perspektive geboten werden - durch kontinuierliche Begleitung wie durch Förderung. Denn der Schlüssel zum Erfolg heißt schließlich: "Vor Ort sein und vor Ort bleiben!"

 

Ausführliche Dokumentation des Praxisworkshops

 

Die Impulsvorträge:

Impuls Diskurs 1: "Energiewende & Energiemärkte", Anmoderation  Diskurs 3: "Energiewende - Quartier - Geschäftsmodell"
Carsten Beier, Fraunhofer UMSICHT

Impulsvortrag Diskurs 3: "Wie können komplexe Vorhaben handhabbar gemacht werden?"
Simon Hamperl, Wista Management GmbH

Impulsvortrag Diskurs 3: "Planungstools für Stadtquartiere"
Jan Schiefelbein, RWTH Aachen

 


Zusätzliche Informationen: