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02. Apr 2015 - Forschungsnetzwerk Energie wird Ideenschmiede

Jahreskonferenz 2015 des Forschungsnetzwerks Energie: Diskussion am Themenstand "Digitalisierung.Big Data"

Ausf�hrliche Beschreibung

Professor Dr. Diethard Mager, Unterabteilungsleiter "Wärme und Effizienz in Gebäuden, Energieforschung" im BMWi, eröffnete die Jahreskonferenz und ging in seiner Rede insbesondere auf die Rolle der Energieforschung bei der grundlegenden Neugestaltung der Energieversorgung in Deutschland ein. „Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erarbeiten wir eine Energieeffizienzstrategie Gebäude, die Wege zum nahezu klimaneutralen Gebäudebestand aufzeigen wird. Und mit dem neuen Forschungsnetzwerk Energie in Gebäuden und Quartieren flankieren wir diese Maßnahmen durch gezielte Bündelung von praxisnahen Forschungsfeldern und einer intensiven Vernetzung von Themen und Akteuren", erklärte Mager.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Experten aus Wissenschaft und Praxis ihre Standpunkte und Ideen zum Thema "Energiewende in Gebäuden und Quartieren in Zeiten sinkender Energiepreise". Das Spektrum der Beiträge reichte von dem sich fortsetzenden Digitalisierungstrend in Gebäuden bis hin zu Feedback-Mechanismen für die Gebäudenutzer, die für den Erfolg von Energieeffizienz-Konzepten als notwendig erachtet wurden. Außerdem wurde die Bedeutung modellhafter Projekte in Quartieren hervorgehoben, um den Gebäudesektor in größerem Maßstab sanieren und energieeffizient gestalten zu können.

Markt der Ideen

Inspiriert durch diese Debatte hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Ideen mit Blick auf zukünftige Forschungsstrategien einzubringen und sich darüber auszutauschen. Die Angebote reichten von Architektur- und Planungsthemen über das Nutzerverhalten in Gebäuden, der Energieinfrastruktur in Quartieren bis hin zu neuen Förderformaten und Wettbewerben sowie Konzepten für einen effektiven Innovationstransfer. Aus den vielen Ideen und Vorschlägen wurden 30 ausgewählt, woraus die Teilnehmer per Abstimmung die neun wichtigsten Themenfelder priorisieren konnten. Diese sollen nun in Form von Arbeitsgruppen weiter vertieft und ausgearbeitet werden.

Die Arbeitsgruppen des Forschungsnetzwerks:

1. Schnittstelle Mensch-Technik
2. Urbane Energie-Infrastruktur
3. Energie-Monitoring und Diagnoseverfahren
4. Lebenszyklusanalysen für Gebäude und Baumaterialien
5. Planungswerkzeuge
6. Adaptive und aktive Fassaden
7. Gebäudesystemtechnik (Strom/Wärme/LowEx)
8. Neue Förderformate und Wettbewerbe
9. Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung des Handwerks.

Neue Förderinitiative ab 2016

Am zweiten Tag der Veranstaltung stellte Dr. Rodoula Tryfonidou, die im BMWi zuständige Referentin für die Energieforschung im Bereich Gebäude und Quartiere, erste Eckpunkte der geplanten Förderinitiative „Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt“ vor. Dabei geht es künftig stärker um systemorientierte Forschungsansätze, um eine technologieübergreifende Kopplung von Themen und um die interdisziplinäre Zusammenarbeit. In ausgewählten Fragen werden europäische Kooperationen und die Zusammenarbeit mit den Bundesländern forciert. Die neue Förderinitiative soll im Jahr 2016 starten. Neben dem BMWi haben das Bundesforschungsministerium (BMBF) und das Bundesumweltministerium (BMUB) ihre Beteiligung signalisiert.

Zum Auftakt der Arbeiten im Forschungsnetzwerk startet das BMWi einen Förderaufruf für die wissenschaftliche Begleitforschung des Forschungsbereichs "Energie in Gebäuden und Quartieren". Diese wird  Bestandteil des Forschungsnetzwerks und soll die bisher parallel laufenden Aktivitäten einzelner Forschungsinitiativen bündeln und weiterentwickeln.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Forschungsnetzwerk finden sich auf der Webseite des Forschungsnetzwerks Energie in Gebäuden und Quartieren.


Zusätzliche Informationen: