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Deutschland: Fallstudie Energieeffiziente Stadt Ludwigsburg

Das Holz-Heizkraftwerk Ludwigsburg

Das Holz-Heizkraftwerk Ludwigsburg

© Stadt Ludwigsburg

Projektsteckbrief

Laufzeit 10/2009 bis 12/2010
Schwerpunkte

Projektbeschreibung

Ausgangssituation

Zusammen mit der Bürgerschaft, Politik und Verwaltung hat die Stadt Ludwigsburg das integrierte Stadtentwicklungskonzept „Chancen für Ludwigsburg“ (SEK) mit Leitsätzen und Zielen zu elf Themenfeldern der nachhaltigen Stadtentwicklung erarbeitet. Im Rahmen des integrierten Nachhaltigkeitsmanagements werden die Themenfelder kontinuierlich fortgeschrieben. Die Umsetzung begleitet das „Referat Nachhaltige Stadtentwicklung“, welches als Querschnittseinheit die Aufgaben der nachhaltigen Stadtentwicklung bündelt, prozessorientiert bearbeitet und mit allen Bereichen des Verwaltungshandelns vernetzt. Auf dieser Grundlage wurde ein kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept entwickelt, dessen Umsetzung in Form zahlreicher Einzelprojekte derzeit beginnt. Mit der Auswahl als Modellstadt erhält die Stadt Ludwigsburg die Möglichkeit, den bisherigen Stadtentwicklungsprozess zu analysieren und zum anderen wertvolle Handlungsempfehlungen, von denen auch andere Städte profitieren können.

Fallstudie: Ergebnisse, Evaluierung

Im Rahmen der Fallstudie werden durch die Hochschule für Technik Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Referat Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Ludwigsburg, vorhandene gesamtstädtische Ansätze auf der Grundlage des Nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepts und des Gesamtenergiekonzepts, Projekte und Verwaltungsstrukturen analysiert sowie mit Ansätzen anderer Städte verglichen. Darauf aufbauend wurden übertragbare Leitziele und Handlungsempfehlungen einer Energieeffizienten Stadtentwicklung formuliert. Gefördert wurde die Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Welche Faktoren fördern die Umsetzung von Energieeffizienzprojekten in Ludwigsburg?  Wie ist die Meinung maßgeblicher Akteure zum Thema Energieeffizienz und dessen Umsetzung? Um diese Fragen zu beantworten, wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Kommunalpolitik, ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie die lokale Presse befragt. Als Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Energieeffizienzprojekten wurde am häufigsten die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure, die Unterstützung durch die Verwaltungsspitze, die wachsende politische Akzeptanz im Gemeinderat sowie der integrierte Ansatz des Ludwigsburger Stadtentwicklungskonzepts genannt. Die Hochschule spricht auch Handlungsempfehlungen aus.

So rät sie beispielsweise dazu, weiterhin eine aktive Grundstückspolitik zu betreiben und wie bislang die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim sowie die Wohnungsbau Ludwigsburg als wichtige Partner in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Eine weitere Anregung ist, Stadtteilbeauftragte dauerhaft – das heißt auch nach Abschluss der Stadtteilentwicklungspläne – zu etablieren, damit sie eine Mittlerrolle zwischen dem Stadtteil und der Verwaltung übernehmen können. Sie empfiehlt außerdem, bei der Akquise nationaler und internationaler Förderprojekte aktiv zu bleiben.

  • Webseite der Stadt Ludwigsburg "Europäische Projekte"