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15. Dez 2011 - EnEff:Stadt-Kongress 2012 präsentiert Perspektiven der Energiewende in Kommunen

Ausführliche Beschreibung

Passivhaus, Nullenergiehaus, Plusenergiehaus - die technischen Fortschritte der letzten 20 Jahre haben enorme energetische Verbesserungen im Bausektor ermöglicht. Die langfristigen Energie- und Klimaschutzziele erfordern ihre weitest gehende Umsetzung im Gebäudebestand - und das vor allem in den Städten, denn hier konzentriert sich der Energieverbrauch in Deutschland. Dabei fallen - verteilt über mehrere Jahrzehnte - Kosten von weit über tausend Milliarden Euro an. Können wir uns diesen enormen Aufwand leisten? Gibt es Alternativen?

Die Suche nach wirtschaftlich optimalen Lösungen ist von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung. Deshalb wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die neue Förderinitiative „EnEff:Stadt“ im Rahmen der Energieforschung gestartet, die auf die Entwicklung und Umsetzung beispielhafter innovativer Lösungen zur energetischen Quartiersentwicklung abzielt. Sie baut auf bisherigen Forschungsergebnissen im Gebäudebereich und im Bereich der leitungsgebundenen Wärmeversorgung auf und führt diese synergetisch zusammen. Im Rahmen von EnEff:Stadt wurden bisher 15 Projekte zur Entwicklung von Quartierskonzepten begonnen, von denen sich fünf in der fortgeschrittenen Demo-Umsetzung befinden. Erste belastbare Ergebnisse liegen vor. Sie werden neben weiteren Highlights aus Forschungsprojekten zur Gebäude- und Quartierssanierung sowie dezentraler Energieversorgung auf dem Kongress in Hamburg vorgestellt. Ein hochkarätig besetztes Podium diskutiert die „Herausforderung Energiewende“ aus kommunaler Sicht.

Das ausführliche Programm mit Anmeldemöglichkeit ist dem Veranstaltungsflyer zu entnehmen.

Nähere Informationen zu den Referenten finden Sie hier.

Zu den vorgestellten innovativen Quartierskonzepten zählt ein Konversionsprojekt an einem ehemaligen Militärstandort in Bad Aibling. Dort werden bestehende Gebäude und ein Nahwärmenetz so saniert, dass für das Quartier insgesamt primärenergetisch der Passivhaus-Standard unterschritten und unter Einbeziehung von Photovoltaik-Anlagen sogar eine positive Energiebilanz erreicht wird. Ein Pilotprojekt in Karlsruhe verfolgt eine fundierte wirtschaftliche Optimierung eines Quartiers mit über 1.000 Wohnungen; das Investitionsvolumen umfasst mehr als 60 Mio. Euro über 6 Jahre. Das Demonstrationsvorhaben einer Münchner Wohnungsgesellschaft zeigt, dass durch eine abgestimmte Kombination hocheffizienter Sanierungstechnologien mit erneuerbaren Energiegewinnsystemen auch verdichtete innerstädtische Bestandsgebäude aus den 1950er Jahren zu Niedrigstenergie-Gebäuden saniert werden können. Andere Projekte widmen sich anspruchsvollen Neubau-Konzepten mit HighTech-Ausstattung. Da die Nutzer einen wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben, werden sie über ein gut verständliches Energieinformationssystem einbezogen, um die neuen technischen Möglichkeiten auch wirklich effektiv auszunutzen.

Bestandteil mehrerer Projekte ist die Entwicklung neuer Planungsmethoden bis hin zu Simulationsprogrammen, die künftig verstärkt in der Praxis zur Anwendung kommen sollen.  Das Besondere: In sämtlichen Pilotprojekten erfolgt eine detaillierte messtechnische Begleitung, um die erzielten Ergebnisse zu dokumentieren. Die Messdaten stehen, über die einzelnen Projekte hinaus, der „Scientific Community“ für weitergehende Forschungsarbeiten zur Verfügung.

Die EnEff:Stadt-Begleitforschung hat mit dem Anfang 2011 erschienenen Buch „Energetische Quartiersplanung“ einen ersten Überblick über den Forschungsstand in Deutschland gegeben und vermittelt Einblicke in die innovative energetische Gebäudesanierung sowie die energieeffiziente Infrastruktur von Quartieren. Zudem wurden bestehende energetische Quartierstypologien weiterentwickelt, die künftig in das Konzept der Forschungsinitiative einfließen werden.

Um die realisierten Energiekonzepte hinsichtlich ihrer Effizienz besser miteinander vergleichen zu können, wurde vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Anlehnung an den Energieausweis für Wohngebäude ein neues Bewertungssystem für Stadtquartiere entwickelt. Es ermöglicht auf einfache Art und Weise, die Energieeffizienz eines Gebäudeensembles im Vergleich zum Mittelwert vergleichbarer Gebäude in Deutschland sichtbar zu machen.

Wir laden Sie ein: Informieren Sie sich auf dem EnEff:Stadt-Kongress 2012 am 17./18. Januar 2012 in Hamburg. Tagungsort ist das ehemalige Hauptzollamt Hafen in der Hamburger Speicherstadt.

Zusätzliche Informationen:

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zu den Pressemitteilungen oder zur Arbeit von EnEff:Stadt und EnEff:Wärme haben, dann wenden Sie sich bitte an:

FIZ Karlsruhe - Büro Bonn
Redaktion EnEff:Stadt und EnEff:Wärme
Uwe Friedrich
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
Tel. 0228 92379-24

redaktion(at)eneff-stadt.info
 
redaktion(at)eneff-waerme.info


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