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16. Sep 2011 - Lilienhof München: BMWi übergibt Energieausweis zur Fertigstellung des ersten Bauabschnitts

Zu sehen ist der neue Energieausweis für Stadtquartiere: Lilienhof München

Ausf�hrliche Beschreibung

Anlass der Übergabe war die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Mustersanierung der 50er Jahre Wohnanlage „Lilienhof“ der GWG München im Stadtteil Haidhausen. Ziel des Projekts ist die Modernisierung und energetische Sanierung der Gebäude mit dem Zielwert eines Primärenergiebedarfs für Beheizung und Trinkwassererwärmung, der mindestens 50% unter dem zulässigen Wert eines Neubaus liegt. Die noch benötigte Restwärme soll so erzeugt werden, dass eine CO2-neutrale Energieversorgung gewährleistet ist. Die Gebäudestrukturen sollen dabei erhalten und zeitgemäße Grundrisslösungen erreicht werden.

In dem vom BMWi mit 2,7 Mio. Euro geförderten Projekt "Lilienhof" werden über die gesamte Energiekette von der Wärmeerzeugung, über den Transport bis hin zum Wärmebedarf der Wohnungen der Einsatz hochwertiger Energie mittels innovativer Technologien und Konzepte minimiert. Die Gebäudeaußenwände erhalten ein innovatives Dämmsystem aus Resol-Hartschaum. Auf die der Straßenseite zugewandten Fassaden wird eine Vakuumdämmung installiert. Die Fenster werden 3-fach wärmeschutzverglast in hocheffizienten Rahmen ausgeführt. Die Kellerdecken werden durch im Estrich der Erdgeschosse eingelegte Vakuumdämmplatten mit hochwertigem Wärmeschutz versehen.

Bei der Wärmeerzeugung kommt eine einzelangefertigten Gasmotor-Wärmepumpe mit Grundwassernutzung zum Einsatz. Unterstützt wird der Grundwärmeerzeuger durch einen Gasbrennwertkessel und eine solarthermische Kollektoranlage. Die Speicherung und die hydraulische Systemtrennung erfolgt über ein abgestimmtes Pufferspeicherladesystem. Auch bei der Verteilung der Wärme wird auf eine hochwertige Wärmedämmung Wert gelegt, die warmen Leitungen werden innerhalb der thermischen Hülle geführt. Bei der Warmwasserbereitung wird durch eine anodische Oxidationsanlage ein Niedertemperatur-Ansatz umgesetzt. Heizwärme wird bedarfsabhängig über die Heizflächen durch eine dezentrale Pumpentechnik an die Räume abgegeben. Die Einzelraumregelung ermöglicht eine hohe Regelgüte und lässt eine intensive Nutzerbeteiligung erwarten. Fensterkontakte schränken Lüftungsverluste durch ineffizientes Lüftungsverhalten ein.

Durch das intelligente Zusammenspiel all dieser Maßnahmen konnte der Heizenergiebedarf des Gebäudeensembles um mehr als den Faktor 10 gegenüber dem früheren Zustand reduziert werden. In Ergänzung zu dem innovativen Wärmeversorgungskonzept für den Gebäudekomplex erhält die Wohnanlage eine ca. 1400 m² große Photovoltaikanlage. Die dadurch realisierte Emissionsminderung bei der Stromversorgung in München, ist größer als die Emissionen die durch die moderne Wärmeversorgungsanlage des Gebäudekomplexes entstehen.

Details enthält die Visitenkarte des Pilotprojekts "Sanierung und CO2-neutrale Wärmeversorgung einer 50er Jahre-Wohnanlage".


Zusätzliche Informationen:

Projekte

Diese Analyse bezieht sich auf folgende EnEff-Pilotprojekte: