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Die energieeffiziente Stadt

Städte können wichtige Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen vorgeben. Beispielhaft dafür sind Bebauungspläne und die Festlegungen für Versorgungsstrukturen. Darüber hinaus sind sie oft Anteilseigner der kommunalen und regionalen Gesellschaften (Stadtwerke, Wohnungsgesellschaften etc.). Sie haben also indirekten Einfluss auf die Realisierung von Energieeffizienzmaßnahmen wie beispielsweise den Ausbau der Fernwärme oder die Nutzung erneuerbarer Energien. Und natürlich haben Städte die Möglichkeit, bei der Errichtung oder Sanierung ihrer eigenen Liegenschaften vorbildlich und beispielhaft vorzugehen. In der Praxis bestehen hier oft große Unterschiede, die sich auf lange Sicht erheblich auf das örtliche Energieversorgungssystem, die Effizienz der Energienutzung und damit auf die Energiekosten und den lokalen Beitrag zum Klimaschutz auswirken. Dafür stehen seit den 1980er Jahren örtliche und regionale Energiekonzepte sowie Projekte im Rahmen der Stadterneuerung.

Effizienzsteigerung ist das zentrale Thema der Forschungsinitiative "EnEff:Stadt" des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Sie soll Wege zur Steigerung der Energie-Effizienz durch optimierte Konzepte einer effizienten Energieversorgung und –verwendung aufzeigen. Die Initiative betrachtet dabei typische Stadtquartiere und richtet ihr Augenmerk auf die wichtigen städtebaulichen Aufgaben unserer Zukunft  - von der baulichen Sanierung historischer Stadtquartiere über die Umnutzung von alten Industrie- und Gewerbeflächen bis hin zu innovativen Versorgungslösungen einschließlich moderner Speichertechnologien.

Pilotprojekte in verschiedenen Kommunen und typischen Stadtquartieren sollen beispielhafte und richtungsweisende Erkenntnisse für eine breite Anwendung liefern. Die Projekte beinhalten innovative Planungskonzepte, ihre bauliche Umsetzung und eine wissenschaftliche messtechnische Evaluierung, d.h. die Überprüfung der erreichten Ergebnisse. 

Innovative Technologien und integrierte Konzepte, ein Höchstmaß an Primärenergieeinsparung sowie typische und übertragbare Lösungen mit hoher Signalwirkung stehen im Mittelpunkt der Förderung. Die Forschungsaktivitäten und Pilotprojekte werden durch eine Gruppe von Forschungseinrichtungen und erfahrenen Praktikern wissenschaftlich begleitet.

Die Forschungsinitiative "EnEff:Stadt" knüpft an bisherige Forschungs- und Stadtentwicklungsprojekte an und nutzt deren Erfahrungen. Hervorzuheben sind hier das Forschungsprogramm „Lokale und regionale Energieversorgungskonzepte", grundlegende Studien zur städtebaulichen Forschung und Stadterneuerung sowie Versorgungskonzepte für Niedertemperaturwärme und Planstudien für den Ausbau von Fernwärme bzw. Systeme der Kraft-Wärme-Kopplung.

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