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Hans Erhorn, Heike Erhorn-Kluttig, Fraunhofer IBP

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befasst sich mit Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. Hierzu gehören der Schutz gegen Lärm und Schallschutzmaßnahmen in Gebäuden, die Optimierung der Akustik in Auditorien, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Lichttechnik, Fragen des Raumklimas, der Hygiene, des Gesundheitsschutzes und der Baustoffemissionen sowie die Aspekte des Wärme-, Feuchte- und Witterungsschutzes, der Bausubstanzerhaltung und der Denkmalpflege.

Das Institut arbeitet zusammen mit Industriepartnern an der Markteinführung neuer und umweltverträglicher Baustoffe, Bauteile und Bausysteme. Vertragspartner sind Unternehmen aus dem Bauwesen, dem Maschinen- und Anlagenbau, Bauträger und Architekten, Planungs- und Genehmigungsbehörden, öffentliche und private Bauforschungsträger.
Leistungsfähige und teils einmalige Prüfeinrichtungen erlauben die Durchführung komplizierter bauphysikalischer Untersuchungen. Das Institut ist eine bauaufsichtlich anerkannte Stelle für die Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten und Bauarten in Deutschland und Europa. Vier Prüfstellen des Instituts erhielten vom Akkreditierungssystem Prüfwesen (DAP) die flexible Akkreditierung. Damit sind sie berechtigt, neue Prüfverfahren zu entwickeln oder vorhandene zu modifizieren.

 

Im Begleitforschungsteam der BMWi-Forschungsinitiative EnEff:Stadt wird das Fraunhofer-Institut für Bauphysik durch die Abteilung Wärmetechnik vertreten. Zu den Kompetenzen der Abteilung gehören:

  • Planung, Betreuung und Beurteilung von Niedrigenergie-, Niedrigentropie- und Null-Heizenergie-Häusern und -Siedlungen;
  • Erarbeitung von energetischen Sanierungskonzepten für den Gebäudebestand und deren Umsetzung in baupraktische Lösungen;
  • Entwicklung und Untersuchung von Fassadensystemen sowie Heizungs-, Lüftungs-, Solar-, Hybrid-, Speicher- und Energieversorgungssystemen für den praktischen Gebäudeeinsatz;
  • Erstellung und Entwicklung von Gesamtenergiebilanzen (inkl. Ökobilanzanteil) von Gebäuden und Wärmeversorgungssystemen;
  • Analyse und Bewertung von Energiepotenzialen im Neubau und im Gebäudebestand;
  • Berechnung und Messung von Luftströmungen in Räumen und großen Hallen (Atrien);
  • Beurteilung des sommerlichen Temperaturverhaltens von Gebäuden;
  • Berechnung und Messung der Beleuchtung und Tageslichtversorgung in Gebäuden;
  • Beurteilung von Schimmelpilzwachstum;
  • Entwicklung und Pflege von computergestützten Planungsinstrumenten und Informationssystemen;
  • Koordination integraler internationaler Forschungs- und Normungsvorhaben.
  • Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren, Architekten, Planern und allen Akteuren des Bauens;
  • Schulung für die Umsetzungen von neuen nationalen und Europäischen Normen und Vorschriften;
  • Wissenstransfer auf vielen Bereichen der Bauphysik.

 

Im Rahmen der Förderinitiative „EnEff:Stadt – Forschung für die energieeffiziente Stadt“ im Rahmen des Technologieprogramm „Klimaschutz und Energieeffizienz“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist das Team des Fraunhofer-IBP ein Mitglied der Begleitforschung und zeichnet sich vor allem für

  • gebäudespezifische Fragestellungen,
  • die end- und primärenergetische Bilanzierung,
  • die Weiterentwicklung der Siedlungstypologie,
  • die Messanforderungen an die Demonstrationsprojekte und
  • die Entwicklung eines elektronischen Ratgebers für die energetische Optimierung von Siedlungen verantwortlich.

Im Auftrag des Projektträgers Jülich (PTJ) nimmt Fraunhofer-IBP am ECBCS Annex 51 – Energy Efficient Communities der internationalen Energieagentur teil und agiert dort als Subtaskleader D (Frau Erhorn-Kluttig).


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